Inlandstransport in Polen: Preis pro km im Jahr 2026
Ein Inlandstransport in Polen kostet 2026 im Durchschnitt 4,5 - 8 PLN/km netto, der tatsächliche Preis hängt jedoch von mehreren Faktoren gleichzeitig ab. Ein Transporter ist günstiger als ein Sattelzug, ein ADR-Transport teurer als Standardpaletten. In diesem Artikel finden Sie Preistabellen nach Fahrzeug und Ladungsart, eine Kalkulationsformel mit drei Beispielen, einen Überblick über die wichtigsten Preisfaktoren und Antworten auf die häufigsten Fragen von Auftraggebern.
Was kostet ein Inlandstransport in Polen pro km? Aktuelle Preise 2026
Für den Straßengüterverkehr in Polen gibt es keine amtlichen Preislisten, denn jeder Frachtführer kalkuliert Aufträge individuell auf Basis seiner eigenen Betriebskosten. Anhand von Angeboten auf Frachtenbörsen und langfristigen Verträgen lassen sich aber wiederkehrende Marktspannen ablesen.
Tabelle 1: Preise für Inlandstransporte in Polen nach Fahrzeugtyp (2026)
| Fahrzeugtyp | Nettopreis pro km |
|---|---|
| Transporter / Kastenwagen bis 3,5 t (Plane, Isolierkoffer) | 3,5 - 5,5 PLN/km |
| Solo-Lkw 6 - 12 t | 4,5 - 6,5 PLN/km |
| Lkw 12 - 18 t | 5,0 - 7,0 PLN/km |
| Sattelzug 24 t (Plane / Curtainsider) | 4,5 - 7,0 PLN/km |
| Kühltransport (alle Gewichtsklassen) | 6,0 - 8,0 PLN/km |
| ADR-Transport (Gefahrgut) | 6,5 - 8,0 PLN/km |
| Tieflader / Schwertransport | 8,0-15,0+ PLN/km |
* Unverbindliche Nettopreise ohne MwSt. (23%). Einen festen Preiskatalog für Inlandstransporte in Polen gibt es nicht: Jeder Auftrag wird individuell kalkuliert. Zum Grundpreis kommen die e-TOLL-Gebühren (das polnische elektronische Mautsystem), die Warentransportversicherung sowie eventuelle Kosten für Be- und Entladung hinzu.
Preise für Inlandstransporte in Polen nach Ladungsart
Nach dem Fahrzeugtyp ist die Ladungsart der zweitwichtigste Preisfaktor. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich besondere Anforderungen auf den Endpreis pro km auswirken.
Tabelle 2: Preise für Inlandstransporte in Polen nach Ladungsart (2026)
| Ladungsart | Preis pro km | Warum teurer / günstiger |
|---|---|---|
| Standardladung (Paletten, Baustoffe) | 4,5 - 6,0 PLN/km | keine besonderen Anforderungen |
| Kühlgut (Lebensmittel, Arzneimittel, Blumen) | 6,0 - 8,0 PLN/km | Kühlaggregat, höherer Kraftstoffverbrauch, ATP-Zertifikate |
| ADR-Gefahrgut, Klassen 1-9 (Chemikalien, Kraftstoffe, Gase) | 6,5 - 8,0 PLN/km | ADR-Schulung, Kennzeichnung, Notfallausrüstung |
| Schwer- / Schüttgut (Metall, Kies, Abfälle) | 5,5 - 7,5 PLN/km | höherer Kraftstoffverbrauch, Achslasten |
| Ladung mit Übermaß | 8,0-15,0+ PLN/km | Genehmigungen, Polizeibegleitung, Plateau- oder Tiefladeauflieger |
| Expressladung (zeitkritisch, JIT) | Zuschlag von 20 - 50% auf den Grundpreis | exklusives Fahrzeug, garantierter Liefertermin, keine Bündelung |
| Teilladung, LTL (einige Paletten) | Preis pro Palettenstellplatz / LDM statt pro km | Bündelung mit anderen Ladungen, Sie zahlen nur für den belegten Platz |
* Nettopreise ohne MwSt. (23%), Richtwerte für Strecken über 200 km. Auf kürzeren Distanzen kann der Preis pro km wegen der Fixkosten für Be- und Entladung höher ausfallen.
Warum ist ein Inlandstransport günstiger als ein internationaler Transport?
Nach einem Blick auf die Preise fragen sich viele Auftraggeber, warum dieselben Kilometer im Inland weniger kosten als im Ausland. Dafür gibt es mehrere Gründe, und wer sie kennt, plant seine Logistik bewusster.
Keine ausländische Maut. Im Inlandsverkehr zahlt der Frachtführer nur die polnische e-TOLL-Maut und gegebenenfalls Autobahngebühren. Im Ausland kommt in jedem Land eine eigene Maut hinzu: Toll Collect in Deutschland, die E-Vignette in Österreich, elektronische Mautsysteme in Tschechien, Frankreich, Belgien und weiteren Ländern. Zusammen können diese Gebühren einen Auftrag um mehrere hundert Euro verteuern.
Keine Zollformalitäten. Transporte innerhalb Polens erfordern keine Zolldokumente, kein Carnet TIR und keine Grenzabfertigung. Außerhalb der EU kostet jede Zollabfertigung Zeit und Geld: Ein Fahrer kann viele Stunden an der Grenze warten, und diese Arbeitszeit muss jemand bezahlen.
Abrechnung in Zloty. Ein Inlandstransport birgt kein Wechselkursrisiko, da Frachtführer und Auftraggeber beide in PLN kalkulieren. Im internationalen Verkehr können Schwankungen des Euro die Rentabilität eines Auftrags von einem Tag auf den anderen verändern.
Geringere Versicherungskosten. Die Verkehrshaftungsversicherung eines inländischen Frachtführers (in Polen OCP) hat einen engeren Deckungsumfang und ist günstiger als die CMR-Police, die für internationale Transporte erforderlich ist.
Schnellere Abwicklung. Ein Inlandstransport dauert meist 1 - 2 Tage, und der Fahrer ist am selben oder am nächsten Tag wieder zu Hause. Ein Fahrer im internationalen Verkehr ist oft wochenlang unterwegs, das Unternehmen muss also Spesen, Übernachtungspauschalen und Standkosten im Ausland tragen.
Gut zu wissen: Die Marge eines inländischen Frachtführers liegt im Schnitt bei nur 5 - 10% des Preises pro km. Den Großteil machen Kraftstoff (30 - 40%), Fahrerlohn (20 - 30%) und Fahrzeugleasing (15 - 20%) aus. Ein Angebot deutlich unter Marktniveau ist selten ein Schnäppchen, häufiger deutet es auf eine fehlende Warentransportversicherung oder finanzielle Probleme des Unternehmens hin.
Was beeinflusst den Preis pro km im Inlandstransport?
Der Preis pro km ergibt sich aus vielen Faktoren. Hier sind die acht wichtigsten, die darüber entscheiden, ob ein Angebot eher am unteren oder am oberen Ende der Spanne liegt.
1. Fahrzeug- und Aufliegertyp. Ein Transporter bis 3,5 t hat niedrigere Fixkosten: geringerer Verbrauch, günstigeres Leasing, niedrigere Versicherung. Ein Sattelzug (24 t) ist im Betrieb teurer, doch die Kosten verteilen sich auf eine deutlich größere Ladung, sodass der Preis pro Tonne bei großen Mengen oft günstiger ausfällt.
2. Streckenlänge und Skaleneffekt. Auf Strecken bis 100 km dominieren die Fixkosten des Fahrers (Beladung, Entladung, Wartezeit, Anfahrt) die Kalkulation, daher der höhere Preis pro km und oft ein Mindestpreis von 300 - 500 PLN netto pro Fahrt. Auf Strecken über 300 km verteilen sich die Fixkosten auf mehr Kilometer, und der Kilometerpreis sinkt.
3. Ladungsart und besondere Anforderungen. Standardpaletten bedeuten den Grundpreis. Kühl- oder ADR-Ladungen bringen einen Zuschlag von 20 - 50%: Spezialfahrzeug, zusätzliche Zertifikate und Qualifikationen des Fahrers sind reale Kosten, die sich im Preis niederschlagen müssen.
4. Kraftstoffpreis. Diesel macht 30 - 40% der Betriebskosten eines Frachtführers aus. Steigt der Preis um 0,50 PLN pro Liter, erhöhen sich die Kosten bei einem Durchschnittsverbrauch von 32 l/100 km um 0,16 PLN pro km. Deshalb arbeiten viele Frachtführer mit einer Dieselklausel (Dieselfloater), die den Preis bei Änderungen des Dieselpreisindex automatisch anpasst.
5. e-TOLL-Maut und Autobahnen. Das polnische e-TOLL-System gilt auf National- und Schnellstraßen für Fahrzeuge über 3,5 t zulässige Gesamtmasse. Nach den Erhöhungen zum 1. Februar 2026 liegen die Sätze bei ca. 0,15 - 0,60 PLN/km, je nach Straßenklasse und Euro-Abgasnorm des Fahrzeugs. Das mautpflichtige Netz umfasst bereits fast 5.900 km, ein Posten, der in keiner Kalkulation fehlen darf. Aktuelle Sätze und die Liste der mautpflichtigen Abschnitte finden Sie unter etoll.gov.pl.
6. Verfügbarkeit der Flotte und Saisonalität. Im vierten Quartal (Oktober-Dezember) steigt die Nachfrage nach Inlandstransporten um einen zweistelligen Prozentsatz, und die Preise ziehen um 10 - 30% an. Ähnlich ist es an langen Wochenenden und in den Sommerferien, wenn ein Teil der Fahrer im Urlaub ist. Last-Minute-Aufträge können 20 - 40% teurer sein als frühzeitig geplante.
7. Fahrtrichtung und Leerkilometer. Auf Relationen mit ausgeglichenem Ladungsaufkommen, z. B. entlang der Hauptverkehrsachsen, findet der Frachtführer leicht eine Rückladung und kann einen niedrigeren Preis anbieten. Auf einseitigen Relationen, bei denen das Fahrzeug leer zurückfährt, fließen die Leerkilometer in den Auftragspreis ein.
8. Auftragsform: Spot oder Kontrakt. Der Spotmarkt (Einzelaufträge) bedeutet höhere Preise und schwankende Fahrzeugverfügbarkeit. Ein langfristiger Rahmenvertrag bringt 10 - 20% niedrigere Preise und garantierte Termine, ein Vorteil für beide Seiten: Der Frachtführer hat eine sichere Auslastung seiner Flotte, der Auftraggeber ein planbares Logistikbudget.
Wie berechnet man die Kosten eines Inlandstransports? Formel und Beispiele
Bevor Sie ein Angebot anfragen, können Sie mit einer einfachen Formel eine erste Schätzung vornehmen:
Gesamtkosten = (Anzahl km × Preis pro km) + Nebenkosten
Zu den Nebenkosten zählen: e-TOLL-Gebühren und Autobahnmaut, Be- und Entladung (sofern im Leistungsumfang enthalten), die Warentransportversicherung, der Dieselzuschlag sowie Wartezeiten über das vereinbarte Maß hinaus (Standgeld).
Beispiel 1: Transporter, Stückgut, Strecke Warszawa-Wrocław (360 km)
360 km × 4,5 PLN/km = 1.620 PLN, Autobahngebühren im Preis des Frachtführers enthalten. Gesamtkosten: ca. 1.620 - 1.800 PLN netto.
Beispiel 2: Planensattelzug, Komplettladung, Strecke Gdańsk-Kraków (600 km)
600 km × 6,0 PLN/km = 3.600 PLN + e-TOLL ca. 80 PLN + Warentransportversicherung ca. 50 PLN. Gesamtkosten: ca. 3.730 PLN netto.
Beispiel 3: Kühlauflieger, Lebensmittel, Strecke Poznań-Lublin (500 km)
500 km × 7,0 PLN/km = 3.500 PLN + Kraftstoffzuschlag für das Kühlaggregat ca. 150 PLN. Gesamtkosten: ca. 3.650 PLN netto.
Der Preis pro km ist immer nur der Ausgangspunkt, denn die Gesamtkosten eines Auftrags setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Bitten Sie vor der Auftragserteilung um ein All-in-Angebot, damit die Rechnung keine Überraschungen enthält.
Wie setzen sich die Kosten eines inländischen Frachtführers zusammen?
Viele Unternehmen, die Inlandstransporte beauftragen, fragen sich, woraus sich der Preis pro km eigentlich ergibt. Die folgende Kostenaufschlüsselung für einen typischen Sattelzug zeigt, dass die Marge des Frachtführers nur einen kleinen Teil des Preises ausmacht.
Kraftstoff: 30 - 40% der Gesamtkosten. Bei einem Dieselpreis von ca. 6,5 PLN/l und einem Verbrauch von 30-35 l/100 km kostet allein der Kraftstoff 1,95 - 2,28 PLN pro km.
Fahrerlohn + ZUS (polnische Sozialversicherung): 20 - 30%. Seit Januar 2026 beträgt der Mindestlohn in Polen 4.666 PLN brutto im Monat, hinzu kommen Spesen und Pauschalen. Die gesamten Arbeitskosten eines Fahrers liegen für den Arbeitgeber oft bei 35 - 50 PLN pro Stunde.
Leasing und Abschreibung von Zugmaschine und Auflieger: 15 - 20%. Ein moderner Sattelzug ist eine Investition von rund 500.000 - 700.000 PLN, und ihre Finanzierung verursacht monatliche Fixkosten, unabhängig von der Zahl der Fahrten.
Versicherungen (Kfz-Haftpflicht, Kasko, OCP): 5 - 8%. Service und Reifen: 5 - 8%. Straßengebühren (e-TOLL, Autobahnen): 3 - 7%. Gemeinkosten (Geschäftsführung, Büro, Telematik, IT): 3 - 5%.
Marge des Frachtführers: 5 - 10%. Das ist die ehrliche Antwort auf die Frage, wie viel ein Unternehmen an einem Auftrag verdient. Der Preis pro km ist kein „Verdienst“, sondern die Summe vieler Komponenten. Deshalb sollten Angebote deutlich unter Marktniveau stutzig machen: Sie können auf finanzielle Probleme des Frachtführers, eine fehlende Warentransportversicherung oder andere Einsparungen hindeuten, die im Schadensfall den Auftraggeber treffen.
Mehr zur finanziellen Lage der polnischen Transportbranche finden Sie im Bericht des polnischen Arbeitgeberverbands Transport und Logistik Polen (tlp.org.pl), der jedes Jahr eine Analyse des Sektors veröffentlicht.
FTL oder LTL im Inlandstransport: Unterschiede bei der Preisberechnung
Die zwei grundlegenden Preismodelle im Inlandstransport sind FTL und LTL. Der Unterschied entscheidet oft darüber, ob Sie für eine Sendung 400 PLN oder 2.000 PLN zahlen.
FTL (Full Truckload, Komplettladung) bedeutet, dass Sie ein ganzes Fahrzeug exklusiv buchen. Der Auftraggeber zahlt für den gesamten Laderaum, unabhängig von der tatsächlichen Auslastung, und der Preis ergibt sich aus dem Preis pro km multipliziert mit der Strecke. FTL lohnt sich bei Ladungen über 14 - 16 LDM oder 15 Tonnen, bei eiligen Aufträgen und bei Direktlieferungen von Punkt zu Punkt.
LTL (Less than Truckload, Teilladung / Sammelgut) ist ein Transport, bei dem der Auftraggeber nur für seine eigenen Paletten zahlt, nach Anzahl der Palettenstellplätze oder Lademeter (LDM). Der Dienstleister bündelt mehrere Ladungen verschiedener Kunden in einem Fahrzeug. LTL lohnt sich unter 10 Paletten oder 3 Tonnen und wenn der Liefertermin flexibel ist. Der Nachteil ist die längere Laufzeit: Die Bündelung im Umschlaglager verlängert die Zustellung um 1 - 2 Tage.
Vergleich an einem Beispiel: Transport von 5 Paletten von Warszawa nach Gdańsk (350 km).
FTL, ganzer Sattelzug: 350 km × 6 PLN/km = 2.100 PLN.
LTL, Sammelgut: 5 Palettenstellplätze × ca. 80 PLN = 400 PLN.
LTL ist hier mehr als 5-mal günstiger, die Lieferzeit beträgt aber 2 - 3 Tage, bei FTL dagegen 1 Tag.
Die Wahl zwischen FTL und LTL ist immer ein Kompromiss zwischen dem Preis auf der einen und Geschwindigkeit und Komfort auf der anderen Seite. Es lohnt sich, vor jedem Auftrag beide Varianten durchzurechnen. Eine Beispielrechnung für Lademeter und frachtpflichtiges Gewicht finden Sie in unserem Ratgeber FTL oder LTL.
Wie lassen sich die Kosten für Inlandstransporte senken? Praktische Tipps
Einige bewährte Wege, mit denen Sie Ihre Ausgaben für Inlandstransporte spürbar senken, ohne bei der Servicequalität Abstriche zu machen.
1. Planen Sie vorausschauend. Last-Minute-Buchungen sind 20 - 40% teurer. Bestellen Sie den Transport mindestens 2 - 3 Tage im Voraus, damit der Frachtführer die Route planen und mit anderen Aufträgen kombinieren kann.
2. Bieten Sie eine Rückladung an. Wenn Sie Ware z. B. in die Dreistadt (Gdańsk, Gdynia, Sopot) liefern, fragen Sie den Frachtführer, ob er mit einer Ladung aus dieser Region zurückfahren kann. Weniger Leerkilometer bedeuten eine messbare Ersparnis, die der Frachtführer in Form eines niedrigeren Preises mit Ihnen teilen kann.
3. Verhandeln Sie bei regelmäßiger Zusammenarbeit. Regelmäßige Aufträge, etwa ein Dutzend oder mehr Fahrten im Monat, verschaffen Ihnen eine echte Verhandlungsposition. Mit einem Rahmenvertrag erzielen Sie Preise, die 10 - 20% unter den Spotpreisen liegen, und sichern sich die Verfügbarkeit von Fahrzeugen.
4. Wählen Sie LTL bei kleinen Ladungen. Unter etwa 10 Paletten oder 3 Tonnen ist Sammelgut (LTL) um ein Vielfaches günstiger als ein ganzer Sattelzug. Es lohnt sich, zwei oder drei Sammelgutdienstleister zur Hand zu haben und Angebote zu vergleichen.
5. Meiden Sie saisonale Spitzen. Das vierte Quartal und lange Wochenenden bedeuten höhere Preise und weniger verfügbare Fahrzeuge. Planen Sie Lieferungen nach Möglichkeit für Januar-März oder September, wenn der Markt ruhiger ist.
6. Bündeln Sie Aufträge. Statt drei kleiner Transporte pro Woche lieber ein großer: günstiger pro Tonne, leichter zu planen und mit weniger Verwaltungsaufwand für beide Seiten.
7. Verhandeln Sie eine Dieselklausel. Ein Festpreis ohne Kraftstoffindexierung kann bei steigenden Dieselpreisen vorteilhaft, bei fallenden aber nachteilig sein. Eine gut formulierte Dieselklausel schützt beide Seiten vor unvorhergesehenen Kostenänderungen.
8. Vergleichen Sie Angebote auf Frachtenbörsen. Plattformen wie TimoCom oder Trans.eu zeigen schnell, welche Preise der Markt auf einer bestimmten Relation bietet. Das ist ein guter Referenzwert für Verhandlungen mit Ihrem Stammfrachtführer.
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Der Preis eines Inlandstransports hängt von über einem Dutzend Faktoren ab, daher liefert der direkte Kontakt mit dem Frachtführer immer das genaueste Angebot. Kontaktieren Sie uns, nennen Sie uns Strecke, Art und Gewicht der Ladung sowie den gewünschten Termin, und wir erstellen Ihnen innerhalb von 15-30 Minuten ein Angebot.
Wir bieten Inlandstransporte mit eigener Flotte: Planenauflieger, Kühlauflieger, Transporter und Spezialfahrzeuge. Wir arbeiten 7 Tage die Woche, und unsere Preise sind transparent und werden als All-in-Preise angegeben, ohne versteckte Zuschläge auf der Rechnung.
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FAQ: häufige Fragen zum Inlandstransport in Polen 2026
Wir haben die Fragen gesammelt, die bei der Planung von Transporten innerhalb Polens am häufigsten auftauchen. Hier finden Sie Antworten zu Preisen pro km und pro Palette, zum Unterschied zwischen FTL und LTL, zum Einfluss der Dieselklausel auf den Endpreis und dazu, wann im Jahr Inlandstransporte am günstigsten sind.
Was kostet ein Inlandstransport in Polen pro km im Jahr 2026?
Der Durchschnittspreis für Inlandstransporte liegt 2026 bei 4,5 - 8 PLN/km netto für einen Standard-Planenauflieger. Ein Transporter bis 3,5 t kostet 3,5 - 5,5 PLN/km, Kühl- und ADR-Transporte 6 - 8 PLN/km und Übermaßtransporte über 8 PLN/km. Eine amtliche Preisliste gibt es nicht: Jeder Auftrag wird individuell kalkuliert, die genannten Spannen sind unverbindliche Marktpreise.
Was kostet der Transport einer Palette in Polen?
Im Sammelgutverkehr (LTL) kostet eine Europalette je nach Strecke und Dienstleister ca. 50 - 150 PLN netto. Auf Strecken über 300 km nähert sich der LTL-Preis pro Palette 80 - 120 PLN. Wenn Sie ein ganzes Fahrzeug buchen (FTL), hängen die Kosten nicht von der Anzahl der Paletten ab: Entscheidend ist der Preis pro km multipliziert mit der Strecke.
Ist eine kurze Strecke (bis 100 km) pro km teurer?
Ja. Auf kurzen Strecken verteilen sich die Fixkosten des Fahrers, also Beladung, Entladung, Anfahrt und Wartezeit, auf wenige Kilometer, daher steigt der Kilometerpreis. Die meisten Frachtführer verlangen unabhängig von der Distanz einen Mindestpreis von 300 - 500 PLN netto pro Fahrt. Das sollten Sie bei der Planung lokaler Lieferungen berücksichtigen. Oft lohnt es sich, mehrere kurze Fahrten zu einem Auftrag zusammenzufassen.
Worin unterscheiden sich FTL und LTL und welche Variante ist die richtige?
FTL (Full Truckload) ist die exklusive Buchung eines ganzen Fahrzeugs: Sie zahlen für den gesamten Auflieger, unabhängig vom Auslastungsgrad. LTL (Less than Truckload) ist Sammelgut: Sie zahlen nur für Ihre eigenen Paletten, und der Dienstleister bündelt mehrere Ladungen in einem Fahrzeug. FTL lohnt sich bei großen Ladungen (über ca. 14-16 Paletten) und dringenden Terminen. LTL ist bei kleinen Sendungen um ein Mehrfaches günstiger, durch die Bündelung verlängert sich die Lieferzeit aber um 1 - 2 Tage.
Wann sind die Preise für Inlandstransporte am höchsten?
Am teuersten ist das vierte Quartal: Oktober, November und Dezember sind wegen des Weihnachtsgeschäfts und der E-Commerce-Aktionen die Monate mit der höchsten Nachfrage. Die Preise liegen dann 10 - 30% über dem Jahresdurchschnitt. Höhere Preise gelten auch an langen Wochenenden und im Juli-August, wenn ein Teil der Fahrer im Urlaub ist. Die beste Zeit für Verhandlungen und Vertragsabschlüsse ist Januar-März.
Was ist eine Dieselklausel und sollte ich sie verhandeln?
Eine Dieselklausel (Dieselfloater, fuel surcharge) ist eine Vertragsbestimmung, die den Preis für den Inlandstransport automatisch nach oben oder unten anpasst, wenn sich der Dieselpreis über einen vereinbarten Schwellenwert hinaus ändert. Für den Auftraggeber bedeutet das: Sinken die Kraftstoffpreise, sinkt auch der Transportpreis. Für den Frachtführer bedeutet es, dass ein plötzlicher Preisanstieg keine Verluste aus dem Vertrag verursacht. Bei langfristigen Verträgen lohnt es sich, eine Klausel auf Basis eines objektiven Index auszuhandeln, z. B. der Preise von PKN Orlen (größter polnischer Mineralölkonzern).

Geschäftsführer | Antrans BiS, Olkusz
Sebastian Szklarczyk leitet seit mehr als 15 Jahren die Entwicklung von Antrans BiS, einem Transportunternehmen, das Transporte in ganz Europa durchführt. Er begann als Leiter der Speditionsabteilung und sammelte dabei praktische Erfahrung in der Organisation internationaler Transporte und im Flottenmanagement auf europäischen Strecken.
Als Geschäftsführer verantwortet er die strategische Leitung eines Unternehmens, das jährlich mehr als 21.000 Transporte auf seinen wichtigsten Relationen durchführt: Polen-Italien, Polen-Deutschland, Polen-Österreich, Spanien, Benelux und Skandinavien. Unter seiner Führung hat Antrans BiS die Flotte auf 220 eigene Fahrzeuge und Partnerfahrzeuge ausgebaut und eine Lieferpünktlichkeit von 98 % erreicht.
Fachgebiete: internationale FTL-Transporte in ganz Europa, Automotive- und FMCG-Logistik, Optimierung europäischer Routen, Straßenverkehrsvorschriften und Fahrverbote in der EU sowie Transportdokumentation (CMR, VAT-UE, INTRASTAT).
Im Blog von Antrans BiS vermittelt er praxisnahes Wissen über internationale Spedition, Transportvorschriften und die betriebswirtschaftlichen Aspekte der Führung eines Transport-, Speditions- und Logistikunternehmens in verschiedenen europäischen Ländern.



