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Wie viele Paletten passen in einen 40-Fuß-Container?

Avatar of Sebastian Szklarczyk Autor: Sebastian Szklarczyk · Aktualisiert:

Wie viele Paletten im 40'-Container? 23-25 Europaletten im DV-Container, DAF-Sattelzugmaschine von Antrans BiS auf dunkelblauem Hintergrund
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Wie viele Paletten passen in einen 40-Fuß-Container? DV, HC, Reefer, Pallet Wide

In einen 40′ DV (Standard) passen 23-25 Europaletten (80×120 cm) oder 20-21 Industriepaletten (100×120 cm) in einer Lage. Der 40′ HC (High Cube) fasst einlagig dieselbe Anzahl Paletten, erlaubt aber dank einer Innenhöhe von 2.695-2.698 mm (gegenüber ca. 2.390 mm beim DV) das Stapeln: bis zu 48 Europaletten in zwei Lagen. Ein 40-Fuß-Kühlcontainer (Reefer) nimmt 23 Europaletten auf, also 1-2 weniger als ein Standardcontainer, weil die Wärmedämmung einen Teil der Breite beansprucht.

Wie viele Paletten im konkreten Fall in einen 40-Fuß-Container passen, hängt allerdings nicht nur von den Maßen ab, sondern auch vom Gewichtslimit, vom Stauplan und von den phytosanitären Vorschriften (ISPM 15). In diesem Beitrag finden Sie eine Übersichtstabelle für alle 40′-Containertypen, die Rechnung hinter den Zahlen 23-25, einen Abschnitt zum Stapeln im HC, die Gewichtsgrenzen samt der Frage, wann das Gewicht die Beladung stoppt, bevor das Volumen ausgeschöpft ist, sowie einen Überblick über die Behandlungspflicht nach ISPM 15 beim Export.

Wenn Sie einen Palettentransport auf der Straße planen, lesen Sie auch unseren Beitrag Wie viele Paletten passen auf einen Lkw? Konkrete Zahlen, Tabellen und Erklärung, in dem wir die Kapazität von Standard-, Mega- und Doppelstock-Aufliegern (Double Deck) besprechen. Die Maße von Standard-, Mega- und Kühlaufliegern haben wir im Beitrag über die Maße des Mega-Aufliegers zusammengestellt.

Paletten im 40-Fuß-Container: Übersicht aller Typen

Die folgende Tabelle fasst alle 40′-Containertypen an einer Stelle zusammen. Genau diese Angaben suchen Logistiker am häufigsten, wenn sie eine FCL-Seefrachtsendung planen.

Tabelle 1 - Wie viele Paletten in einen 40-Fuß-Container passen: alle Typen (1 Lage, Ware ohne Überstand über die Palette)

ContainertypInnenmaße (L × B × H, mm)Europaletten 80×120 cmIndustriepaletten 100×120 cmMax. Nutzlast netto
40′ DV (Standard)12.032 × 2.350 × 2.39023-25 Stk.20-21 Stk.~26.500 kg
40′ HC (High Cube)12.032 × 2.350 × 2.695-2.69823-25 Stk. (1 Lage)
bis 48 Stk. (2 Lagen)
20-21 Stk.~26.330-26.580 kg
40′ Reefer (Kühlcontainer)11.550 × 2.260 × 2.26023 Stk.20 Stk.~27.700 kg
40′ Reefer HC11.584 × 2.290 × 2.524-2.55223 Stk.20 Stk.~26.400-29.280 kg
45′ HC Pallet Wide13.556 × 2.478 × 2.69833 Stk.24 Stk.~27.600 kg

* Angaben für 1 Lage, Ware ohne Überstand über die Palettenkontur und innerhalb des Gewichtslimits. Bei schwereren Ladungen kann die Palettenzahl geringer ausfallen. Die maximale Zuladung unterscheidet sich je nach Reederei (Maersk, MSC, CMA CGM), lassen Sie sie sich deshalb immer von Ihrem Logistikdienstleister bestätigen.

Innenmaße des 40-Fuß-Containers: DV, HC, Reefer und Pallet Wide

Wie viele Paletten in einen 40-Fuß-Container passen, ergibt sich direkt aus den Innenmaßen. Nachfolgend die Details zu jedem Typ.

40-Fuß-Standardcontainer (40′ DV, Dry Van)

Er ist vor allem für trockene, palettierte Ware und Massengüter gedacht. Der meistgenutzte Container auf Überseerouten bildet die Grundlage des gesamten ISO-Containersystems.

40-Fuß-High-Cube-Container (40′ HC)

Der entscheidende Unterschied zum DV: Die zusätzlichen ca. 300 mm Innenhöhe ermöglichen das Stapeln von Europaletten. EPAL-Palette (144 mm) + Ware bis 1.200 mm = ca. 1.344 mm × 2 Lagen = 2.688 mm, was mit minimalem Spielraum in 2.695-2.698 mm passt. Im DV sind zwei volle Lagen nicht möglich. Der 40′ HC ist im E-Commerce und beim Import aus Asien am beliebtesten (Textilien, Flat-Pack-Möbel, Elektronik).

40-Fuß-Kühlcontainer: 40′ Reefer und 40′ Reefer HC

Wie viele Paletten passen in einen 40-Fuß-Kühlcontainer? Mit derselben Staumethode ergeben sich 23 Europaletten und 20 Industriepaletten. Der 40′ Reefer HC hat bei gleicher Breite eine etwas größere lichte Höhe (ca. 2.524-2.552 mm), was in einer Lage dieselbe Palettenzahl ergibt.

Wichtig beim Reefer-Container: Zwischen Ladung und Containerdach muss ein Luftspalt von mindestens 12 cm für die Zirkulation frei bleiben. Die Ladung darf die im Reefer markierte rote Ladelinie nicht überschreiten, und Stapeln ist in der Praxis wegen der begrenzten Höhe und der notwendigen Luftzirkulation nicht möglich.

45-Fuß-Pallet-Wide-Container

 

Ein Pallet-Wide-Container (PW) ist außen ca. 2.500 mm breit statt der üblichen 2.438 mm. Die rund 62 mm Unterschied ergeben eine Innenbreite von ca. 2.478 mm. Dadurch passen 3 Europaletten quer nebeneinander (3 × 800 mm = 2.400 mm ≤ 2.478 mm) statt 2. Innenmaße: ca. 13.556 × 2.478 × 2.698 mm. Volumen: ca. 86 m³. Max. Zuladung: ca. 27.600 kg.

Wie viele Paletten passen in einen 45′ Pallet Wide? 33 Europaletten (45′ HCPW) oder 30 Europaletten (40′ HCPW). Klären Sie bei jedem Auftrag mit Ihrem Spediteur, welche Länge gemeint ist. Pallet-Wide-Container sind schlechter verfügbar als DV/HC: Es gibt sie nur bei ausgewählten Reedereien auf bestimmten Routen.

 

 

 

Warum 23, 24 oder 25 Europaletten? Die Rechnung hinter dem Stauplan im 40-Fuß-Container

Wie viele Paletten genau in einen 40′ DV passen, erklärt die Mathematik. Keiner der gängigen Artikel über Container zeigt diese Rechnung, dabei erklärt gerade sie, warum die Quellen mal 23, mal 24 und mal 25 Europaletten nennen.

Ausgangsdaten: 40′ DV, Innenmaße ca. 12.032 mm (Länge) × 2.350 mm (Breite). EPAL-Europalette: 1.200 × 800 mm (Toleranz ±3 mm nach EPAL-Norm).

Standardanordnung (Paletten längs, 120 cm in Containerlängsrichtung): In der Länge: 12.032 ÷ 1.200 = 10,03 → 10 volle Reihen. In der Breite: 2.350 ÷ 800 = 2,94 → 2 Paletten (2 × 800 = 1.600 mm) + 750 mm Rest. Ergebnis: 10 × 2 = 20 Europaletten.

Gemischte Anordnung mit gedrehten Paletten an der Tür (Branchenstandard): 10 Längsreihen × 2 = 20 Paletten. Der verbleibende Freiraum an der Tür (750 mm Rest in der Breite) erlaubt es, 4-5 um 90° gedrehte Paletten hinzuzufügen (sog. „Pin-Wheel“-Anordnung). Ergebnis: 20 + 4 = 24 oder 20 + 5 = 25 Europaletten.

Die Spanne zwischen 23, 24 und 25 ergibt sich aus den Maßtoleranzen der Paletten (±3 mm), dem Spiel an der Tür und der Genauigkeit der Beladung. Die Zahl 23 taucht bei vorsichtigerer Planung oder bei einem Container in schlechterem Zustand auf. Im Reefer (Innenbreite ca. 2.260 mm) bringt dieselbe Drehtechnik nur 3 zusätzliche Paletten statt 4-5, daher 23 und nicht 24-25.

Paletten im 40′ HC stapeln: Wie viele Paletten passen in zwei Lagen?

Wie viele Paletten passen beim Stapeln in einen 40′ HC? Diese Frage stellen E-Commerce-Logistiker und Importeure leichter Waren aus Asien. Die Antwort hängt von drei Bedingungen ab, die gleichzeitig erfüllt sein müssen.

Bedingung 1: Höhe. EPAL-Europalette (144 mm) + Ware bis ca. 1.200 mm = ca. 1.344 mm × 2 Lagen = 2.688 mm. Im 40′ HC (2.695-2.698 mm) bleiben 7-10 mm Luft: Es passt, aber nur knapp. Im 40′ DV (ca. 2.390 mm) passen zwei volle Lagen (2.688 mm) nicht hinein. Stapeln im Standard-DV ist nur bei sehr niedriger Ware unter ca. 1.100 mm möglich.

Bedingung 2: Tragfähigkeit der Palette. Eine EPAL-Europalette hat eine zulässige dynamische Belastung von 1.000 kg. Wiegt die obere Lage mehr als 1.000 kg pro Palette, kann die untere Palette beschädigt werden. Bei schwereren Waren sind Zwischenlagen aus Karton oder Holz (Slip Sheets) erforderlich.

Bedingung 3: Belastbarkeit der Ware. Die Ware auf den unteren Paletten muss den Druck der oberen Lage aushalten. Elektronik, Glas und Produkte in Kartons mit geringer Stauchfestigkeit eignen sich nicht zum Stapeln.

Tabelle 2 - Wie viele Paletten beim Stapeln in einen 40′ HC passen

VarianteEuropalettenBedingung
40′ HC, 1 Lage23-25 Stk.Standard, keine besonderen Anforderungen
40′ HC, 2 Lagen (max.)bis 48-50 Stk.stapelbare Ware, Gewicht ≤ 1.000 kg/Palette, Höhe ≤ 1.200 mm
40′ DV, 1 Lage23-25 Stk.Standard
40′ DV, 2 Lagennicht möglichInnenhöhe zu gering (ca. 2.390 mm)
40′ Reefer, 2 Lagenin der Praxis nicht möglichLuftzirkulation erforderlich + begrenzte Höhe

* Bei 48 Europaletten × 500 kg/Palette = 24.000 kg Ladung nähern wir uns bereits der Nutzlastgrenze von ~26.330 kg netto. Bei schwereren Waren schließt das Gewichtslimit das Stapeln aus, noch bevor es die Höhe tut.

Gewichtslimit oder Volumen: Wann stoppt das Gewicht die Beladung?

Wie viele Paletten in einen 40-Fuß-Container passen, ist die eine Frage. In der Praxis ist eine zweite genauso wichtig: Wie viele Tonnen dürfen geladen werden? Bei leichter Ware sind volle 23-25 Paletten kein Problem. Bei schwerer Ware stoppt das Gewichtslimit die Beladung, bevor der Container volumenmäßig voll ist.

Gewichtsdaten des 40′ DV: maximales Bruttogewicht (Gross Weight) nach ISO 668: ca. 30.480 kg. Tara (Leergewicht des Containers): ca. 3.380-4.200 kg (je nach Hersteller). Maximale Nutzlast netto: ca. 26.280-26.780 kg.

Beispiel 1, leichte Ware (Elektronik, Textilien): 200 kg Ware + 25 kg Palette = 225 kg × 24 Paletten = 5.400 kg Gesamtladung. Weit unter dem Limit von 26.500 kg. Begrenzung: nur das Volumen. 24-25 Paletten lassen sich problemlos laden.

Beispiel 2, mittelschwere Ware (Haushaltsgeräte, Keramik): 700 kg + 25 kg = 725 kg × 24 = 17.400 kg. Sicher unter dem Limit. 24 Paletten problemlos.

Beispiel 3, schwere Ware (Fliesen, Marmor, Metallkomponenten): 1.500 kg + 25 kg = 1.525 kg × 24 = 36.600 kg, das Limit ist überschritten. Maximal: 26.500 ÷ 1.525 = 17,4 → 17 Paletten. Obwohl volumenmäßig 24 hineinpassen würden, begrenzt das Gewicht die Beladung auf 17.

Formel: Max. Paletten = MIN(max_Volumen, floor(max_Nutzlast_kg ÷ Gewicht_Palette_mit_Ware))

VGM (Verified Gross Mass), SOLAS-Pflicht seit dem 1. Juli 2016: Bevor der Container auf das Schiff geladen wird, muss die verifizierte Bruttomasse gemeldet werden. Methode 1: Wiegen des beladenen Containers. Methode 2: Summe der gewogenen Ladung + Tara + Verpackungsmaterial. Verantwortlich für die VGM ist der Spediteur oder der Exporteur. Ohne VGM wird der Container nicht an Bord genommen. Die VGM-Anforderungen regelt die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO).

Paletten nach ISPM 15: Pflicht bei Export und Import auf dem Seeweg

Wenn Sie planen, wie viele Paletten in einen 40-Fuß-Container passen, prüfen Sie gleich mit, ob die Paletten die phytosanitären Anforderungen erfüllen. Fehlt die ISPM-15-Kennzeichnung, kann die gesamte Sendung an der Grenze zurückgewiesen werden.

ISPM 15 (International Standards for Phytosanitary Measures No. 15) ist eine FAO-Norm für die Behandlung von Verpackungsholz (Paletten, Kisten, Kanthölzer) im internationalen Handel. Ziel ist es, die Verschleppung von Holzschädlingen über Transportverpackungen zu verhindern.

Wann ISPM 15 vorgeschrieben ist: beim Export in die meisten Länder außerhalb der EU (USA, Kanada, Australien, China, Japan u. a.) immer Holzpaletten mit ISPM-15-Kennzeichnung; beim Import aus Nicht-EU-Ländern müssen die Paletten ebenfalls nach ISPM 15 gekennzeichnet sein. Innerhalb der EU ist keine Kennzeichnung erforderlich, da die EU als ein einheitliches phytosanitäres Gebiet gilt.

Zertifizierte Behandlungsmethoden (Kennzeichnung auf der Palette): HT (Heat Treatment): Erhitzung auf mindestens 56 °C für 30 Minuten, Standard in Polen und der EU; MB (Methyl Bromide): Begasung mit Methylbromid, in der EU seit 2010 verboten, aber von einigen Einfuhrländern akzeptiert (prüfen Sie den aktuellen Stand für das Zielland); DH (Dielectric Heating): Mikrowellenbehandlung, eine Alternative zu HT.

Tabelle 3 - ISPM-15-Kennzeichnung auf der Palette: Was die einzelnen Elemente bedeuten

Element der KennzeichnungBedeutungBeispiel
IPPC-LogoSymbol des Internationalen PflanzenschutzübereinkommensBildzeichen
LändercodeHerstellungsland der PalettePL (Polen)
HerstellernummerNummer des zertifizierten HerstellersPL-123
Behandlungscodephytosanitäre MethodeHT (Hitzebehandlung) oder MB (Methylbromid)

* EPAL-Europaletten mit EPAL-Zertifizierung erfüllen die Anforderungen von ISPM 15 und tragen die Kennzeichnung HT. Paletten ohne EPAL-Kennzeichnung müssen vor dem Beladen eines Exportcontainers einzeln geprüft werden.

Folgen fehlender ISPM-15-Kennzeichnung beim Export: Zurückweisung der Ladung an der Grenze oder im Zielhafen, teure Nachbegasung auf Kosten des Versenders oder Vernichtung der Paletten, Lieferverzögerung um mehrere Wochen. Importeure, die Sendungen aus Asien planen, sollten sich bei jeder Bestellung vom Lieferanten bestätigen lassen, dass die Paletten korrekt mit HT gekennzeichnet sind.

Beladung von Seecontainern planen: Angebot und optimale Raumnutzung

Zu wissen, wie viele Paletten in einen 40-Fuß-Container passen, ist der Ausgangspunkt. Ein effizienter Stauplan berücksichtigt aber gleichzeitig Volumen, Gewichtslimit, Stapelbarkeit und phytosanitäre Anforderungen. Ein Planungsfehler bedeutet entweder, dass Sie einen zu großen Container bezahlen, oder eine teure Umladung im Hafen.

Wir bieten eine kostenlose Optimierung des Stauplans vor dem Versand, die Abwicklung von VGM und SOLAS-Dokumentation sowie Zugriff auf DV-, HC-, Reefer- und Pallet-Wide-Container. Wir organisieren Seefracht als FCL (Vollcontainer) und LCL (Sammelcontainer). Angebot innerhalb von 24 Stunden. Kontaktieren Sie uns.

FAQ: Häufige Fragen, wie viele Paletten in einen 40-Fuß-Container passen

Wir haben die Fragen gesammelt, die bei der Planung einer FCL-Seefrachtsendung am häufigsten auftauchen. Hier finden Sie Antworten zur Anzahl der Euro- und Industriepaletten in den verschiedenen 40′-Containertypen, zum Unterschied zwischen DV und HC, zum Stapeln, zum Gewichtslimit und zur ISPM-15-Pflicht beim Export in Länder außerhalb der EU.

Wie viele Paletten passen einlagig in einen 40-Fuß-DV-Container?

In einen 40′ DV (Standard) passen in einer Lage 23-25 Europaletten (80×120 cm) oder 20-21 Industriepaletten (100×120 cm). Die Spanne zwischen 23 und 25 ergibt sich aus der Staumethode: Bei der Standardanordnung längs kommen Sie auf 20 Europaletten, weitere 4-5 Stück gewinnt man, indem die letzte Reihe um 90° gedreht wird („Pin-Wheel“-Anordnung). Ob es am Ende 24 oder 25 werden, entscheiden die Maßtoleranz der EPAL-Paletten (±3 mm) und das Spiel an der Tür.

In einen 40′ HC (High Cube) passen in einer Lage genauso viele Europaletten wie in einen DV, also 23-25 Stück. Der entscheidende Unterschied ist die Innenhöhe von ca. 2.695-2.698 mm statt ca. 2.390 mm beim DV. Dadurch lassen sich im 40′ HC zwei Lagen Europaletten stapeln: Palette 144 mm + Ware bis 1.200 mm = 1.344 mm × 2 = 2.688 mm, das passt in die verfügbare Höhe. Bei leichter, stapelbarer Ware passen in einen 40′ HC bis zu 48 Europaletten in zwei Lagen.

In einen 40′ Reefer passen in einer Lage 23 Europaletten oder 20 Industriepaletten, also 1-2 weniger als in einen Standard-40′-DV. Der Grund ist die geringere Nutzbreite: Die Wärmedämmung der Wände (ca. 100-120 mm dick) reduziert die Innenbreite auf ca. 2.260 mm statt 2.350 mm beim DV. Stapeln ist im 40′ Reefer in der Praxis nicht möglich, weil zwischen Ladung und Dach ein Luftspalt von mindestens 12 cm für die Zirkulation vorgeschrieben ist.

In einen 45′ Pallet Wide passen in einer Lage 33 Europaletten, deutlich mehr als in einen Standard-40′-DV. Das liegt an zwei Unterschieden: Der Container ist länger (13.556 mm statt 12.032 mm) und innen breiter (ca. 2.478 mm statt 2.350 mm). Durch die größere Breite lassen sich 3 Europaletten quer nebeneinander stellen (3 × 800 mm = 2.400 mm) statt 2. Achtung: Ein 40′ Pallet Wide fasst 30 Europaletten, ein 45′ Pallet Wide 33. Fragen Sie beim Angebotsvergleich deshalb immer nach der Containerlänge.

Das Gewichtslimit eines 40′ DV liegt bei ca. 26.500 kg Nutzlast netto. Bei leichter Ware wie Elektronik oder Textilien (ca. 200 kg pro Palette) wiegen 24 Paletten zusammen ca. 5.400 kg: kein Problem. Bei schwerer Ware wie Fliesen oder Metallkomponenten (ca. 1.500 kg pro Palette) ist das Gewichtslimit bereits bei 17 Paletten erreicht, obwohl volumenmäßig 24 hineinpassen würden. Rechnen Sie immer beide Grenzen aus und nehmen Sie den niedrigeren Wert: wie viele Paletten volumenmäßig in den 40-Fuß-Container passen und wie viele das Gewichtslimit zulässt.

Beim Export in Länder außerhalb der EU (USA, Kanada, Australien, China, Japan und andere) müssen Holzpaletten im 40-Fuß-Container eine ISPM-15-Kennzeichnung tragen, die die phytosanitäre Behandlung bestätigt. Standard in Polen ist die Hitzebehandlung HT (Erhitzung auf mind. 56 °C für 30 Minuten): EPAL-Europaletten sind entsprechend zertifiziert und tragen die Kennzeichnung HT auf dem Klotz. Paletten ohne Kennzeichnung können an der Grenze oder im Zielhafen zurückgewiesen werden, was eine teure Nachbegasung oder die Vernichtung der Paletten bedeutet. Innerhalb der EU ist ISPM 15 nicht erforderlich.

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