Was verdient ein Lkw-Fahrer?
Lkw-Fahrer werden in Polen und in der gesamten Europäischen Union seit Jahren händeringend gesucht. Transportunternehmen stellen laufend ein, und das wirkt sich auf die Arbeitsbedingungen aus. Wie viel lässt sich also genau verdienen? Das hängt von der Strecke, dem Fahrzeug, der Beschäftigungsform und davon ab, wie viele Stunden Sie hinter dem Steuer verbringen. Am anderen Ende der Leitung sitzt der Disponent: Was ein Spediteur verdient und wie sein Arbeitstag aussieht, lesen Sie in einem eigenen Beitrag.
Wie viel verdient ein Lkw-Fahrer in Polen?
Im polnischen Inlandsverkehr können Sie mit 5.000-8.000 PLN brutto im Monat rechnen, das sind etwa 4.000-6.000 PLN netto. Das ist aber nur der Ausgangspunkt.
Fahrer, die an der polnischen Westgrenze arbeiten oder internationale Strecken fahren, verdienen deutlich mehr, oft über 9.000 PLN brutto. Die besten Sätze erzielen Fahrer im 3/1-System (drei Wochen unterwegs, eine Woche zu Hause), vor allem auf Touren zwischen Skandinavien und Spanien.
Den Endbetrag bestimmen mehrere Faktoren: das Arbeitssystem (2/1, 3/1, 4/1), die Art der Strecke, die Beschäftigungsform, Spesen und Übernachtungspauschalen sowie der Fahrzeugtyp und die Erfahrung des Fahrers.
Laut Bericht des Polnischen Instituts für Straßenverkehr (PITD) für 2023 verdient jeder dritte Fahrer über 9.000 PLN brutto, vor allem dank Überstunden und Auslandseinsätzen. Eine ausführliche Auswertung der Daten finden Sie auch auf trans.info (auf Polnisch).
Wie der Lkw-Typ das Fahrergehalt beeinflusst
Was Sie fahren, macht sich im Geldbeutel deutlich bemerkbar. Je anspruchsvoller Fahrzeug und Ladung, desto höher der Lohn. Mit Sattelzug und Standardauflieger sind es meist 6.000-7.500 PLN brutto, das ist die Basis im internationalen Verkehr. Ein Kühlauflieger bringt 6.500-8.000 PLN brutto, weil sowohl die Zeit als auch das Halten der Temperatur zählen. Beim Tankwagen sind es bereits 7.000-9.000 PLN brutto, oft wegen des Transports gefährlicher Güter und der erforderlichen ADR-Bescheinigung. Am meisten verdienen Fahrer von Schwertransporten, über 10.000 PLN brutto, denn Sondergenehmigungen und viel Erfahrung sind hier unverzichtbar.
Was verdient ein selbstständiger Lkw-Fahrer?
Mit eigener Firma sind es meist 8.000-10.000 PLN netto im Monat. Das klingt verlockend, doch aus diesem Betrag bezahlt der Fahrer selbst Kraftstoff, Wartung, Versicherungen und alles andere. Die Freiheit bei der Wahl von Aufträgen und Strecken ist größer, aber mit ihr kommt die volle finanzielle Verantwortung.
Was verdient ein Lkw-Fahrer im internationalen Fernverkehr?
Die Basis liegt bei 4.000-6.000 PLN netto, dazu kommen Spesen von 49 EUR für jeden Arbeitstag im Ausland. Bei 21 Tagen unterwegs sind das zusätzlich rund 1.000 EUR im Monat. Insgesamt ergibt das 8.000-10.000 PLN netto, nicht selten mehr.
Touren nach Deutschland, Frankreich, Skandinavien oder Großbritannien stellen höhere Anforderungen, werden aber auch deutlich besser bezahlt. Die Dauer einer Tour geben die Vorschriften vor, darunter die Pflicht, dem Fahrer alle 4 Wochen die Heimkehr zu ermöglichen, und die Regeln zur wöchentlichen Ruhezeit des Fahrers.
Gehälter von Lkw-Fahrern im europäischen Ausland
Die Löhne unterscheiden sich je nach Land erheblich. In den Niederlanden, Belgien und Luxemburg kommen zum Gehalt meist Sozialleistungen hinzu, die am Monatsende einen echten Unterschied machen. Einen ausführlichen Vergleich der Löhne in Europa finden Sie auf trans.info (auf Polnisch).
| Land | Monatsverdienst | Art des Betrags |
|---|---|---|
| Polen | 1.700-2.540 EUR | netto |
| Deutschland | 2.500-3.500 EUR | brutto |
| Frankreich | 2.200-3.000 EUR | brutto |
| Spanien | 1.800-2.500 EUR | brutto |
| Norwegen | 4.000-5.000+ EUR | brutto |
| Großbritannien | 2.200-3.200 GBP | monatlich |
| Dänemark | 2.700-3.600 EUR | brutto |
| Belgien | ca. 3.299 EUR | monatlich |
| Niederlande | ca. 3.400 EUR + Zusatzleistungen | monatlich |
Wie viel verdient ein Lkw-Fahrer in Deutschland?
In Deutschland können Sie mit 2.500-3.500 EUR brutto im Monat rechnen, dazu kommen Zuschläge für Überstunden und Nachtarbeit. Üblich ist das System 3/1 oder 4/2. Der Lohn steigt mit der Erfahrung und hängt von der Region und der Art der transportierten Ware ab.
Wie viel verdient ein Lkw-Fahrer in Frankreich?
In Frankreich liegt das Grundgehalt bei 2.200-3.000 EUR brutto. Mehr verdienen Sie mit Nacht- und Wochenendarbeit oder wenn Sie Liefertermine zuverlässig einhalten. Manche Arbeitgeber legen noch Sozialleistungen obendrauf.
Wie viel verdient ein Lkw-Fahrer in Spanien?
In Spanien liegen die Löhne bei 1.800-2.500 EUR brutto im Monat, also niedriger als in Westeuropa. Die geringeren Lebenshaltungskosten gleichen den Unterschied jedoch aus, besonders außerhalb der Großstädte.
Wie viel verdient ein Lkw-Fahrer in Norwegen?
Der Stundenlohn beträgt 20-28 EUR, dazu kommen Zuschläge für schwierige Bedingungen und Nachtarbeit. Im Monat ergibt das 4.000-5.000 EUR brutto oder mehr. Norwegen zahlt gut, die Lebenshaltungskosten sind dort aber deutlich höher als in Polen.
Wie viel verdient ein Lkw-Fahrer in Großbritannien?
Nach dem Brexit sind die Löhne gestiegen und liegen heute bei 2.200-3.200 GBP im Monat, gegenüber 2.000-2.800 GBP vor dem EU-Austritt. Großbritannien spürt den Fahrermangel in der Transportbranche stark, was sich in den Stellenanzeigen zeigt. Besser bezahlt werden internationale Strecken, besondere Qualifikationen und Arbeit außerhalb der üblichen Zeiten.
Wie viel verdient ein Lkw-Fahrer in Dänemark?
In Dänemark lassen sich 2.700-3.600 EUR brutto im Monat verdienen, womit das Land in europäischen Vergleichen weit oben steht. Die Fahrer arbeiten in Wochensystemen, 3/1 oder 6/2. Dazu kommt eine gute soziale Absicherung, allerdings sind die Lebenshaltungskosten hoch.
Welche Lkw-Fahrer verdienen am meisten?
Am besten verdienen Fahrer, die besondere Qualifikationen (ADR, Schwertransporte) mit Erfahrung, Fremdsprachenkenntnissen und der Bereitschaft verbinden, im System 3/1 oder 4/1 international zu fahren. Diese Kombination kann den Verdienst am Monatsende spürbar erhöhen.
Welche Verträge haben Lkw-Fahrer in Polen?
Auf dem polnischen Markt dominieren drei Varianten. Der Arbeitsvertrag bietet Stabilität und volle Sozialversicherung, ist aber meist mit niedrigeren Sätzen verbunden. Ein zivilrechtlicher Auftragsvertrag bietet mehr Flexibilität, allerdings ohne die üblichen Arbeitnehmerrechte. B2B bringt die höchsten Einnahmen, doch der Fahrer führt dann selbst ein Unternehmen und trägt alle Kosten.
Mit Antrans BiS zusammenarbeiten: verlässliche Transportaufträge
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Geschäftsführer | Antrans BiS, Olkusz
Sebastian Szklarczyk leitet seit mehr als 15 Jahren die Entwicklung von Antrans BiS, einem Transportunternehmen, das Transporte in ganz Europa durchführt. Er begann als Leiter der Speditionsabteilung und sammelte dabei praktische Erfahrung in der Organisation internationaler Transporte und im Flottenmanagement auf europäischen Strecken.
Als Geschäftsführer verantwortet er die strategische Leitung eines Unternehmens, das jährlich mehr als 21.000 Transporte auf seinen wichtigsten Relationen durchführt: Polen-Italien, Polen-Deutschland, Polen-Österreich, Spanien, Benelux und Skandinavien. Unter seiner Führung hat Antrans BiS die Flotte auf 220 eigene Fahrzeuge und Partnerfahrzeuge ausgebaut und eine Lieferpünktlichkeit von 98 % erreicht.
Fachgebiete: internationale FTL-Transporte in ganz Europa, Automotive- und FMCG-Logistik, Optimierung europäischer Routen, Straßenverkehrsvorschriften und Fahrverbote in der EU sowie Transportdokumentation (CMR, VAT-UE, INTRASTAT).
Im Blog von Antrans BiS vermittelt er praxisnahes Wissen über internationale Spedition, Transportvorschriften und die betriebswirtschaftlichen Aspekte der Führung eines Transport-, Speditions- und Logistikunternehmens in verschiedenen europäischen Ländern.




